Oberlausitzer Umgebindehäuser

Sie sind lebendige Zeugnisse einer in Europa einmalig erhaltenen Volksbauweise, die vermutlich im 15./16. Jahrhundert entstand, und prägen noch immer die Ortsbilder in der südlichen Oberlausitz sowie im angrenzenden Nordböhmen und polnischen Niederschlesien.

Die Hauslandschaft der Umgebindehäuser ist sonst in Europa nirgendwo in dieser Dichte erhalten. Schätzungsweise 19.000 Bauwerke gibt es noch - grenzübergreifend. Die meisten von ihnen wurden nach 1700 errichtet.

Die damaligen Handwerker verbanden die slawische Blockbauweise mit dem fränkischen Fachwerkbau und verbanden somit deren Vorteile. Die Blockstube, einem Holzkasten gleich, wird von einem Tragwerk umbunden, auf dem das Dach oder Fachwerkobergeschoss ruht. Diese Stützkonstruktion ist da Umgebinde.

Viele Häuser sind meisterhaft verziert, ornamentreich verzierte Sandstein- oder Granittürstöcke und aufwändige Verschieferungen zeugen von solider Handwerkskunst auf hohem ästhetischem Niveau.

Umgebindehäuser prägen ganz besonders das Ortsbild in folgenden Orten: Denkmalsort Obercunnersdorf, Bertsdorf, Waltersdorf, Großschönau, Spitzkunnersdorf, Eibau, Seifhennersdorf, Lückendorf und Oderwitz.

Vielleicht sind Sie ja auch selbst einmal Gast in einem Umgebindehaus. Urlaub im Umgebindehaus ist ein Angebot an all jene, die das besondere und authentische Ferienerlebnis suchen.

www.umgebindeland.de

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